Zu einem vollständigen Mahl (siehe der Beitrag cena) gehört in Italien, wie auch in Deutschland, etwas Süßes als Nachspeise. Diesem Kapitel widme ich mich als letztes meiner Serie rund um’s Essen.
Dolci
Die berühmtesten italienischen „Klassiker“, die in den meisten Restaurants angeboten werden, sind:
- Tiramisu (abwechselnde Schichten von mit caffè übergossenen Löffelbiskuits und einer Mascarponecreme; mittlerweile findet man aber auch neue Variationen mit Erdbeeren z.B.) und
- Panna cotta („gekochte Sahne“; eine Art Pudding).
Darüber hinaus hat natürlich jede Region eigene Spezialitäten. Hier in der Toskana, speziell in Florenz, sieht man unter anderem häufig:
- Cantuccini (auch nach ihrer Herkunft Biscotti del Prato) – ein zweifach gebackener Mandelkeks in Brotlaibform und mit verschiedenen Füllungen, welcher traditionell mit dem Dessertwein Vin Santo gereicht wird
- Torta della nonna – Kuchen aus Mürbeteig mit einer Vanillecremefüllung und mit Pinienkernen, Mandeln oder Puderzucker bestreut (s. Titelbild oben); Sonderform: Torta del nonno – mit Schokoladenüberzug
- Panforte (eigentlich ein Weihnachtsgebäck) – eine Art Honigkuchen mit vielen Gewürzen
- Torta all’uva – Kuchen mit Weintrauben (s. Titelbild unten)
- U.v.m. 😀





Nach allem, also ganz zum Schluss des Mahles, wird natürlich caffè gereicht.
Von den weiteren unzähligen dolci, die man ganztags pur oder mit einem cappuccino oder einem caffè genießt, möchte ich hier erst gar nicht anfangen zu schreiben (Gelee, karamellisierte Blüten, mignon [diverse kleine leckere süße Backwaren], cornetti, …) – schaut Euch die Bilder an und kommt her zum Probieren! Darüber hinaus überlappt es sich thematisch teilweise mit meinem Frühstücksbeitrag (in der Wikipedia würde hier der Kommentar stehen: „Dieser Abschnitt überschneidet sich mit Essen, Teil 1: Colazione. Hilf mit, ihn zu verbessern und lösche dann diesen Hinweis.“ 😀 )





Gelato
Stattdessen wende ich mich dem wichtigen Thema gelato zu. Eis kann man hier in Firenze an diversen Orten kaufen: Von den reinen gelaterie (Singular gelateria), die „nur“ Eis, semifreddo (bei uns eher bekannt als Sorbet) und granite (Singular granita; ein erfrischendes Getränk in diversen Geschmacksrichtungen) anbieten, über die Pasticcerien bis hin zu Bars und caffès, in denen entsprechende Kühlboxen stehen.
An der Darbietungsform kann man meistens auch schon erkennen, ob es sich um hausgemachtes (artigianale) oder industrielles Eis handelt: Hat man Eisberge vor sich, die die Behälter um das Doppelte, Dreifache oder noch mehr übertrumpfen, ist das Eis mit Stabilisatoren versehen. Selbstgemachtes Eis ist dagegen so cremig, dass es – trotz entsprechender Kühlung – zerflösse, wenn man damit den Turmbau imitierte! Ebenfalls ist bei übertrieben starker Färbung bei allen Sorten davon auszugehen, dass hier mit Farbstoffen nachgeholfen wurde. Vor allem an den Haupttouristenplätzen erhält man oft nur „schlechtes“ Eis…




Ganz traditionell findet man Eis in verschlossenen Edelstahlbehältern, so dass man es erst bei der Bestellung begutachten kann. An Sorten gibt es beispielsweise (in alphabetischer Reihenfolge; ich nenne hier nicht die gewöhnlichen): Bergamotte, Blutorange, Cheesecake, Feige, Gorgonzola mit Walnüssen, Honig und Nuss, Karamell mit gesalzener Butter, Lakritz, Lavendel, Pistazie, Rose, Tiramisu, Zimt…
Damit endet hier der kleine lukullische Überblick. Wer die anderen entsprechenden Artikel (noch einmal) lesen möchte, kann sie hier abrufen: colazione (Frühstück), pranzo (Mittagessen) und cena (Abendessen).


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