-
Schnee in Florenz
·
Der Wetterbericht hatte es am Mittwoch groß angekündigt gehabt: Nachdem schon die angrenzenden Regionen Latium, Umbrien, Marken und Emilia-Romagna im weißen Pulver versunken sind, sollte es nun endlich auch die Toskana und ihre Hauptstadt treffen. Im florentinischen Palazzo Vecchio hat die Verwaltung aufgrund der Wetterwarnung – unglaubliche 2,5 bis 10 cm Schnee wurden erwartet – vorsorglich (bzw. aus meiner Sicht panisch) sämtliche Schulen für den Folgetag schließen lassen. Bei meinem allmittwöchlichen historischen Tanzkurs sagte am Spätnachmittag ein Paar vorsorglich (aus meiner Sicht panisch) seine Teilnahme ab, weil angeblich der Wetterbericht ab 21 Uhr mit Schneefall „gedroht“ hat. Daraufhin haben wir…

-
Dachterrasse des Kaufhauses Rinascente
Schon gewusst? Auf dem Dach des Kaufhauses La Rinascente befindet sich die Bar / das Restaurant ToscaNino (früher war dort das Kaffee La Terrazza). Von dort hat man einen fantastischen Blick auf die direkt anliegende Piazza della repubblica, Orsanmichele und den Dom. Sofern man nicht in Massen den Ablauf stört, kann man die Aussicht von der kleinen Terrasse genießen, ganz ohne Geld für die (teuren) Kleinigkeiten auszugeben. Dazu müsst Ihr im Kaufhaus ganz nach oben fahren. Auf der den Rolltreppen gegenüberliegende Seite (also der Front zur Piazza hin) findet Ihr eine kleine Treppe nach oben, der sich rechts neben dem Tresen…

-
Giardino di Boboli
·
Von hier aus ist das Gemälde der Stadt besonders schön. Diese bräunlichschwarze Häusermasse, die originellen und altertümlichen Gebäude, unter ihnen der seltsame Turm des Palazzo Vecchio, ferner Brunelleschis Domkuppel, Giottos Campanile, die finstern und burgähnlichen Paläste der Ghibellinenzeit, geben ein Bild von großem Charakter und von vollkommener Harmonie in einem Grundton tiefbrauner Farbe. Von dort oder von S. Miniato, oder von den Höhen des alten Fiesole muß man dies schöne Florenz betrachten; und dann wird man es schwer begreifen, wie in dieser düstern Gruppe von Mauern die herrlichsten Werke des Menschengeistes, Werke von mehr als tausend Künstlern, der Fleiß und…

-
Cortona
·
Der Start Es war ein herrlicher Samstagmorgen, keine Wolke trübte den toskanablauen Himmel. Die Sonne schaute schon früh auf die noch ruhende Stadt und sollte sie mitsamt dem gesamten Umland den ganzen Tag nicht aus den Augen verlieren. Also genauso wie an den Tagen zuvor (und an den Tagen danach 😉 ). Wie eine Wiederholung meiner Tour von Ende März startete der Tag. Es begann mit einem Kaffee zu Hause, dem Weg zum Bahnhof und dem Einstieg in den 9:44 Uhr-Regionalexpress nach Arezzo. Doch vier Unterschiede gab es: Archäologen unter sich Da Franci Etruskologe ist und er weiß, dass er…

-
Rave–Na-Na–Na-Na-Na
Am letzten Freitag im Mai hieß es wieder einmal früh am Morgen aufstehen, um den Bahnhof rechtzeitig für einen Ausflug zu erreichen. Also sattelte ich nach dem üblichen ersten caffè mein (für mich noch recht junges) altersklappriges Fahrrad und strampelte los. Drei Stunden Zugfahrt durch zum Teil beeindruckendes Bergland lagen vor mir. Ankunft Nach meiner fast pünktlichen Ankunft gab es einen herzlichen Empfang: Ana, die gerade in Ravenna weilte und in Deutschland zwei Stunden von mir entfernt wohnt, erwartete mich schon, um mit mir die kommenden zwei Tage Ravenna unsicher zu machen. Zwar war sie schon seit einigen Tagen in…

-
Ein Cool-Tour-reicher Tag
Ein Bilderreihe, zur Abwechslung mal mit wenig Text ;-), soll von dem umfassenden kulturellen Programm dieses Tages berichten. Zum Einstieg fuhr ich nach Pisa, um mir die üblichen Sehenswürdigkeiten anzuschauen – Dom (mit der berühmten Kanzel von Giovanni Pisano), den noch immer stehenden campanile, das Baptisterium… Dann ging es in das benachbarte Cascina zum „Finger Food Festival“, vergleichbar mit den „Street Food Festivals“ bei uns. Das Angebot war jedoch recht mager. Mein Favorit waren die panierten und frittierten Oliven! Nach meiner Rückkehr am frühen Abend und dem Genuss eines Panino schlossen sich zwei Museumsbesuche an: Die Galleria dell’Accademia di Firenze (mit dem…

-
1. Giro d’Italia (Teil 1: Turin und Mailand)
Donnerstag morgens gegen halb 2, nach einem regulären Arbeitstag, wagte ich mich wieder aus dem Haus. Vorbei an der Bank, um die Geldbörse mit mehreren bunten Scheinen zu befüllen, deren genauer Verwendungszweck ebenso wie die Straße noch im Dunkeln lag. Vorbei an einer leicht bekleideten „Dame“, deren Ziel ebenfalls die Geldbeschaffung war. Nachdem ich mich mit meiner Reisebegleitung, einer ebenfalls im Institut arbeitenden Freundin, an der Kirche Santa Maria Novella getroffen hatte, ging es weiter zum ominösen nächtlichen Treffpunkt: Der geschlossene Busbahnhof. Lediglich wenige dort schon Wartende ließen uns hoffen, dass unsere Ankunft morgens halb 3 nicht vergebens war. Doch…

