Reisenden stellt sich oft die Frage, was man Freunden und Verwandten als Souvenir mitbringen kann. Die Tourismus-Industrie bietet hierfür billige Mini-Davidfiguren, Grillschürzen mit Davids Geschlechtsteil, Handtücher mit irgendwelchen Kunstwerken oder die üblichen Kühlschrankmagneten, die aber nicht in der Toskana produziert wurden. Das Mitbringsel sollte jedoch – das ist jedenfalls meine Idealvorstellung – möglichst in der Reiseregion hergestellt sein. Hier gebe ich Euch ein paar Ideen für Florenz und die Toskana:
Am ehesten bietet sich Essbares an: Bonbons und Marmelade, Schokolade, Käse und Salami; mein Favorit ist die Finocchiona, die toskanische Fenchelsalami, typisch ist aber auch die Wildschweinsalami (Cinghiale). Vieles davon findet man in Florenz im Feinkostladen Pegna in der Via dello Studio 26R, in Sichtweite des Domes. Seit 1860 kann man dort Lebensmitel und Drogeriewaren kaufen, wenngleich der Schwerpunkt heutzutage auf Süßem und Feinkost liegt.



Wenn man etwas Zeit mitbringt und die Produkte checkt, findet man auch einige, die aus Florenz oder der Umgebung stammen, wie z.B. „Militärschokolade“ aus Calenzano nahe Florenz, eine Apfelkonfitüre in der Tube sowie weitere von Chiaverini aus Campi Bisenzio, ebenfalls nahe Florenz. Oder die „Biscotti di Prato“, Kekse aus Prato, einer Stadt 20 km westlich von Florenz – die bekanntesten sind die Cantuccini; es bietet sich an, auch gleich den Likör Vin Santo mitzunehmen, in den die Cantuccini traditionell gestippt werden. Eher in die Weihnachtszeit passt der Panforte di Siena, ein würziger Honigkuchen, der aber u.a. auch in Pisa hergestellt wird.
Als herzhafte Produkte finden sich neben den bereits genannten Käse- und Salamisorten in Delikatessenläden beispielsweise Pasta von Martelli aus Lari sowie salse und sughe von Savini Tartufi aus Montanelli. Dazu passen toskanische Weine, die es aber teilweise auch in Deutschland zu kaufen gibt; seltener allerdings ein traditioneller fiasco voller chianti, also eine bauchige weingefüllte Flasche mit „Strohröckchen“. Und wenn chianti draufsteht, dann ist auch Wein aus der tradtionellen Region darin, da die Bezeichnung geschützt ist.
Auf regionalen Märkten findet Ihr noch weitere Produkte wie Olivenöl, Liköre usw. von lokalen fattorie (Bauernhöfen). Haltet einfach die Augen offen, wenn Ihr Euch in kleinen Ortschaften oder der campagna, d.h. außerhalb von Städten, aufhaltet. Gewöhnlicherweise kann man hier vorab probieren und noch ein kleines Schwätzchen mit den Verkäufern halten, die oftmals auch die Produzenten sind…



Doch zurück nach Florenz: Die Stadt ist auch bekannt für ihre Papeterien. Hier findet Ihr Briefpapier mit florentinischen Motiven, Notizbücher, Lesezeichen, Postkarten usw. Gerade weil ein handgeschriebener Brief heute selten geworden ist, stellt das doch eine schöne Idee dar, vor allem, wenn Ihr noch selber einen Gruß hinterlasst… Die Herstellung von Lederartikeln hat ebenfalls eine lange Tradition in der Stadt. Wenn Ihr an hochwertigen Handwerksartikeln interessiert seid – und das nötige „Kleingeld“ habt –, kauft aber nicht auf dem „Ledermarkt“ am Mercato Centrale (Via dell’Ariento), da dies nur importierte günstige Produkte sind. Im Viertel Santa Croce, speziell in der Scuola del Cuoio (Lederschule), werdet Ihr stattdessen fündig. Auf gelegentlich stattfindenden Märkten, z.B. auf der Piazza della Santissima Annunziata, könnt Ihr auch von lokalen Produzenten Keramik, aber auch Honig, Kerzen, Kräuter u.v.m. kaufen. Hier erhaltet Ihr dann keine Massenware.






Ein weiteres Geschäft ist längst kein Geheimtipp mehr und findet sich in jedem Reiseführer: Die Apotheke von Santa Maria Novella (Farmacia di Santa Maria Novella) in der Via della Scala 16, unweit der gleichnamigen Kirche gelegen.
Habt Ihr weitere Ideen und Tipps? Hinterlasst sie gern in den Kommentaren…
P.S.: Hinweis: Für die hier präsentierten Verlinkungen bekomme ich nichts. 😉


Hinterlasse einen Kommentar