Als ich heute Mittag in einem meiner Lieblingskaffees/ -bistros einen schnellen caffè und ein dolce zu mir nehmen wollte, hatten sie ein Blech mit mir unbekannten Süßigkeiten. Natürlich muss ich so etwas probieren und nahm vier der kleinen Bällchen, die stark an kleine Krapfen bzw. Berliner (bomboloni in Italien) erinnern – in Sachsen nennen wir diese kleinen „Kräppelchen“.
Auf meine Frage, worum es sich dabei handelt, sagte der freundliche barista, der mich vom morgendlichen caffè her kennt, dass es sich um süße, frittierte Reisbällchen handelt und dass diese speziell zu Fasching in Florenz produziert werden. Gut, es war schon etwas spät heute, aber ein Blech von diesen frittelle di riso hatten sie trotzdem noch vorbereitet. 🙂 Ich hätte es auch komplett essen können…
Von meinem Verbesserungsvorschlag, noch Schokolade darauf zu machen, hielt der barista allerdings nichts. 😉 Viel kommt in dieses Gebäck übrigens nicht: Milchreis, Ei, Zucker, Mehl, Backpulver, etwas Salz, eventuell Rosinen (hatten sie zum Glück nicht drin!), Butter, Milch, Zitronenabrieb.

Gabriele, unser Portier, erzählte mir danach, dass es noch eine weitere Karnevalsspezialität gibt: cenci. Dies ist eine ebenfalls frittierte Süßigkeit aus dünnem Teig ohne eine bestimmte Geschmacksrichtung. In diesem ist nur Mehl, Zucker, Butter, Olivenöl, Ei und Salz drin. Der Teig wird dünn ausgerollt und dann knusprig gebacken… Wie eine kleine Internetrecherche ergab, werden diese dolci auch in anderen Regionen Italiens unter verschiedenen Namen während der Faschingszeit hergestellt.


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