In der ersten Woche wurde ich in die Katalogisierungsmethodik der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, welche sich doch grundlegend von der bei Foto Marburg unterscheidet, und das Erfassungsprocedere eingeführt. Alles lief sehr entspannt und professionell ab, so dass man merkte, dass sich dieses Verfahren seit Jahren etabliert hatte.
Überhaupt sind die Mitarbeiter hier überaus umgänglich und freundlich, ganz im Gegensatz zu meiner anfänglichen Befürchtung, dass das international renommierte Institut „arrogante“ Mitarbeiter beherbergt. Angefangen vom Portier Gabriele, der für meine tägliche Lektion Italienisch sorgt, über Kurt, der immer für eine Ablenkung zu haben ist und auch schon gemerkt hat, dass er oft in mir einen willigen Gesprächspartner findet, bis hin in die Chefetage sind alle offen für Fragen und Anregungen und helfen gern bei Problemen.


Ich beschäftige mich hier mit der wissenschaftlichen Erschließung von kunsthistorischen Fotografien. Dies umfasst die Anfagsrecherche zu den Objekten mit Hilfe von Literatur, die Suche nach alten Fotos in den eigenen Beständen, die den Datensätzen eventuell hinzugefügt werden können, die Erfassung sämtlicher Informationen in der Datenbank inklusive der Verknüpfungen und abschließend die korrekte Beschriftung und Einsortierung der auf Pappen aufgezogenen Fotografien.
Witzigerweise eilte mir aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im Bildarchiv Foto Marburg hier der Ruf des „Experten“ voraus (häufig hörte ich: „Aber da kennen Sie sich ja wahrscheinlich besser aus als wir“ oder ähnliches). Dies hatte zur Konsequenz, dass man mir gleich kompliziertere Fälle zum Erfassen gab… 😉


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