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Schlagwort: Medici

  • Buchette del vino – „Tabernakel des Weins“

    10. September 2019

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    Essen, Geschichte, Sehenswürdigkeit

    Wenn man in Florenz die Wände alter Bauwerke mit den Augen „abscannt“, so wie ich mir das angewöhnt habe 😉, kann man viele Dinge entdecken: diverse moderne Formen von Street Art (z.B. Bilder und aufgeklebte Gedichte), alte steinerne Embleme und Inschriften von Zünften, Verboten und vieles mehr. Um eine weitere vor allem aus Florenz und Umgebung überlieferte Form, buchette genannt, soll es im Folgenden gehen… Damit werden kleine Löcher (il buco/ la buca = Loch, Öffnung) in der Hauswand bezeichnet, meistens in der Nähe von Fenstern oder Türen, die architektonisch oftmals wie kleine Portale gestaltet sind. Ihren Verwendungszweck geben einige…

  • Der Geist des Palazzo Grifoni

    28. August 2018

    ·

    Geschichte, Kunst, Sehenswürdigkeit

    Florenz, diese an Bauwerken und Kunstschätzen reiche Stadt, hat natürlich auch zahlreiche Sagen aufzuweisen. Eine beschäftigt sich mit dem Palazzo Budini Gatai (ehemals Grifoni), in dem sich ehemals mein Arbeitsplatz befand, die Fotothek des Kunsthistorischen Institutes… Gerade denjenigen, die jeden Tag den Palazzo aus der Richtung der Piazza della Santissima Annuziata passieren, wird es wohl schon einmal aufgefallen sein: Das Fenster (bzw. korrekterweise die Jalousie) ganz rechts in der ersten Etage ist niemals geschlossen. Der Sage nach wartete hinter dieser Jalousie eine Dame auf ihren Mann, der aus dem Hause Grifoni stammen soll und in den Krieg zog, aber niemals…

  • I Signori Otto – Die acht Herren

    5. August 2018

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    Geschichte, Sehenswürdigkeit

    Eines Tages erfasste ich auf Arbeit ein Inschriftenrelief, das mit den Worten „I Signori Otto“ begann. Da ich mit den Herren namens Acht, so meine anfängliche Interpretation, nichts anfangen konnte, begann ich weiter zu recherchieren und möchte Euch hier über die Resultate berichten, die man in der gesamten Altstadt finden kann, beginnend mit der Geschichte der Herren… Die Magistratur der Otto di Guardia e Balìa* Bei den „spettabili signori otto“ – den geschätzten acht Herren, wie sie sich oft selber bezeichneten – handelte es sich um eine der ältesten Institutionen Florenz‘. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts erhielten acht Bewohner…

  • Schon gewusst?

    14. Juni 2018

    ·

    Kunst, Schon gewusst?

    Der Volksmund und die Florentiner Stadtführer meinen, dass der Bildhauer Benvenuto Cellini sich selbst in seiner Statue des Perseus verewigt habe. Betrachtet man die Kopfpartie auf der Rückseite der Figur, so scheint einen in der Tat ein finsteres Gesicht mit einem Rauschebart anzublicken… Mit seinen scharfen Zügen bildet es einen starken Kontrast zu dem weichen, jungen Gesicht des Perseus auf der Vorderseite. Diese Doppelansichtigkeit lässt sich daher als Metapher für die Gleichzeitigkeit der jugendlichen Tatkraft (d.h. der Zukunft) und der Altersweisheit (also der Vergangenheit) verstehen. Eventuell ist das rückwärtige Gesicht damit auch eine Huldigung Cellinis an die Familie Medici, die…

  • Gipse in der Accademia

    3. Januar 2018

    ·

    Kunst

    In einem der bedeutendsten Museen Florenz, der Accademia di Belle Arti, befindet sich in einem großen Saal eine etwas unscheinbare Sammlung. Zahlreiche Gipsabgüsse – Büsten, aber auch Figurengruppen – sind im ganzen Raum verteilt. Hierbei handelt es sich größtenteils um den Nachlass des toskanischen Bildhauers Lorenzo Bartolini. Bartolini (1777 – 1850) war in Paris und Carrara tätig, bevor er 1815 nach Florenz kam. Dort berief man ihn 1839 als Nachfolger von Paolo Ricci zum Dozenten an die Accademia, welche übrigens als erste ihrer Art schon 1563 unter der Schirmherrschaft Cosimo I. de’ Medici durch die Künstler Bartolomeo Ammanati, Agnolo Bronzino…

  • Der Perseus Cellinis

    9. November 2017

    ·

    Kunst

    In der Loggia dei Lanzi an der Piazza della Signoria stehen diverse berühmte Statuen (siehe Titelbild). Eine davon stammt vom „bad boy“ der italienischen Bildhauer des 16. Jahrhunderts, dem Florentiner Benvenuto Cellini. Über diese berichtete der Historiker und Italienreisende Ferdinand Gregorovius 1856: „Der Perseus ist zierlich und manieriert. […] Er steht, mit der Linken das Medusenhaupt erhoben, in der Rechten das kurze Schwert, auf dem krampfhaft verzerrten Leib der Medusa. Dieser aber liegt über einem Gewand und Kissen; Haupt und Rumpf strömen Blut aus, von dem man nicht sagen mag, ob es Blut sei oder Stoff von Natternbildung. Unangenehm geziert…

  • Arezzo

    26. März 2017

    ·

    Reisen

    Wieder einmal führte mich ein Ausflug in die Toskanische Umgebung. Nach nur einer Stunde Fahrzeit mit der italienischen Bahn gen Südosten erreichte ich mein Ziel: Das lateinische Arretium, heute eher bekannt als Arezzo. 😉 Am Bahnhof wurde ich auch schon erwartet – Chiara, die ich aus der Fototeca kenne, wohnt mit ihrem Freund in diesem typisch toskanischen Städtchen von immerhin 100.000 Einwohnern. Unser erster Weg führte uns glücklicherweise in eine Bar, wo ich meinen ersten caffè des Tages einnahm. So gestärkt ging es zuerst zum römischen Theater, das aber leider noch geschlossen war. Ursprünglich war Arezzo eine der mächtigsten etruskischen Städte…

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