Schon gewusst?
Angeblich habe u.a. ein Mann namens Antonius Piger, aus Florenz stammend, heimlich im Erzgebirge Gold geschürft und sei als reicher Mann zurückgekehrt.
Es sind wirklich genug sichere Zeugnisse und Aussagen vorhanden, ‚daß durch mehrere Jahrhunderte hindurch (etwa von 1300 bis zum 30jährigen Krieg) in aller Heimlichkeit und unter Beobachtung größtmöglicher Vorsicht fleißige Hände goldhaltig Gestein gegraben, Gold aus dem Bachbett geholt und in ansehnlichen Mengen außer Landes gebracht haben‘.
Man nannte diese Fremden Walen oder Venetianer nach ihrer Herkunft. Mit Namen kennt man u.a. folgende: Giovannus, Carnero, Sebastian Verso, Johann Schott, Dr. Markus, M. Hieronymus, alle aus Venedig, Antonius Piger aus Florenz, Bastian (=Sebastian) Dersto, Matz (Matthias) Ricol, Schlascan, Adam Bauch, George Bauch, Moses Hojung und die Brüderpaare Christoph und Hanß, Friedrich und Barthel, ebenfalls alle aus Venedig usw., alles Leute, die der Überlieferung nach […] von guter Herkunft waren. Diese ‚Walen, Welsche, Wallonen, Venetianer, Zigeuner, Florentiner, Meyländer, Modeneser, ingleichen Brabanter und Flandrer‘, wie sie heißen, schlichen als Mausefallen- und Pflasterhändler unansehnlich gekleidet durch alle Waldtäler und Gründe, prüften überall das Gestein, den Sand der Bäche, legten, ohne daß die braven Gebirgler es wußten, Schächte und Sandwäschen (Seifen) an, verrieten weder die Fundstellen noch die Menge des schon fortgeschleppten Goldes, wenn sie ertappt wurden, schrieben sich aber jede Fundstelle in kleinen Büchlein […] auf und kehrten meist – als reiche Schatzgräber – in ihre Heimat zurück.
Erzgebirgisches Sonntagsblatt, Illustrierte Wochen-Beilage zum Tageblatt „Annaberger Wochenblatt“, 41, 42 u. 43/1929 (s. https://goldsucher.de/goldsuche-in-deutschland/goldsuche-im-erzgebirge.html)


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