An einer der am stärksten frequentierten Ecken des Palazzo Vecchio an der Piazza della Signoria findet der aufmerksame Beobachter direkt in der Hauswand ein in den Stein gehauenes Gesicht. Dem Volksmund nach soll der bedeutende Künstler Michelangelo selber dafür verantwortlich gewesen sein!

Zwei Geschichten haben sich diesbezüglich festgesetzt: Laut der einen soll es einen Menschen gegeben haben, der Michelangelo immer mit langweiligen und sich wiederholenden Geschichten genervt habe. Eines Tages, als dieser Michelangelo mal wieder langweilte und der Künstler zufällig sein Messer dabei hatte, habe er dessen Konterfei im Stein festgehalten und zwar hinter seinem Rücken (das soll die simple Qualität erklären).
Die zweite Geschichte besagt, dass Michelangelo einen zum Tode Verurteilten passieren sah, der vor dem Palazzo hingerichtet werden sollte. Der Künstler wollte daraufhin spontan den Ausdruck eines Menschen festhalten, der sich seines baldigen Todes bewusst war. In Ermangelung entsprechender Materialien blieb ihm nur der Stein hinter seinem Rücken, den er rückwärtig – um den Verurteilten die ganze Zeit beobachten zu können – mit seinem Messer bearbeitete.
So, nun wisst Ihr auch Bescheid! 😉 Sucht die Stelle doch mal bei Eurem nächsten Besuch!
(Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass irgendein Florenzbesucher – wie z.B. Goethe – sich hier in einer Nacht verewigt hat. Derartiges findet man bei aufmerksamen Hinsehen auch an den Sockeln der Statuen vor dem Palazzo.)


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