Schon aus der Antike sind Berichte des Historikers Titus Livius überliefert, die von Überschwemmungen des Arno berichten, wobei vor allem Florenz infolge seiner Lage (auf drei Seiten umgeben von Bergen) regelmäßig betroffen war. Aus den Jahrhunderten danach sind wir von starken Überschwemmungen der Stadt in den Jahren 1333 (diese zerstörte die alte Holzbrücke, 1345 wurde die heutige steinerne – Ponte Vecchio genannt – eingeweiht), 1547, 1557 und 1844 informiert.

Das bisher größte Hochwasser erreichte jedoch am 4. November 1966 seinen Scheitelpunkt. Das komplette Zentrum mit seinen bedeutenden Palazzi, Kirchen und Museen stand großflächig unter Wasser, 17 Menschen verloren in Florenz ihr Leben. Fotos dieser Katastrophe zeigt das Kunsthistorische Institut, das übrigens ebenfalls teilweise unter Wasser stand, in einer Online-Ausstellung (weitere Bilder findet Ihr beispielsweise auch hier).
Die zahlreichen Helfer, die sich in Florenz an den anschließenden Aufräumaktionen beteiligten, erhielten im Volksmund übrigens den Spitznamen angeli del fango, Schlammengel.
Vom Stand des Wasserspiegels zeugen heute im Zentrum zahlreiche weiße Inschriftensteine, die mitunter an den Gebäuden in Höhen von mehr als 3 Metern vom Straßenniveau aus zu finden sind!





Hinterlasse einen Kommentar