Am letzten April-Wochenende, das seinem Namen wettermäßig alle Ehre machte, erhielt ich den ersten Besuch aus Germania. Da der Flughafen nur etwa zwei Kilometer von meiner Wohnung entfernt ist, konnte ich Sven zu Fuß abholen. Den Donnerstagabend verbrachten wir mit Pasta, Wein und einem gegenseitigen Update über die Dinge, die geschehen sind, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben.


Am nächsten Tag ging es gemütlich in die Stadt, immer am Arno entlang. Die obligatorischen Dinge für einen Italienbesuch wie Eis essen, Kaffee trinken, die Stadt erkunden und mit allen Sinnen wahrnehmen sowie die abendliche Pizza durften natürlich nicht fehlen!
Auch am Sonnabend zog es uns bei strahlendem Sonnenschein wieder in die Stadt, so dass uns unser Weg erneut zu einer gelateria führte. Als wir an dieser ankamen, war es jedoch schon dicht bewölkt. Und als wir endlich unser Eis hatten – die Qual der Wahl bei den vielen Sorten – und die Eisdiele wieder verließen, regnete es! Und es sollte den ganzen Abend nicht wieder aufhören…
Dabei fand doch an diesem Abend die erste notte d’estate (Sommernacht) statt, auch bekannt als notte bianca (weiße Nacht; bei uns eher bekannt als „Museumsnacht“). Im Rahmen dieser kulturellen Veranstaltung öffnen viele Museen ihre Pforten kostenlos und bis lange in die Nacht hinein und es gibt diverse Darbietungen lokaler und regionaler Institutionen. Um 7, mittlerweile hatte es sich eingeregnet, trafen wir uns mit zwei Freundinnnen am Museo Novecento (moderne Kunst) und suchten anschließend, nun zu fünft, ein aperitivo, was sich zu dieser Zeit als etwas schwierig erwies. Aperitivo bedeutet – kurz gesagt –, dass man etwas trinken geht und sich für einen kleinen Aufpreis an einem Buffet bedienen kann (ausführlicher siehe hier).
Als wir endlich eine geeignete und gemütliche Lokalität gefunden hatten – nun doch ein Restaurant –, ließ ich Sven mit den Mädels für etwa eine Stunde allein und besichtigte den Palazzo Vecchio. Kurz vor Mitternacht traten wir – noch immer bei strömenden Regen – den Heimweg an und fuhren mit dem Bus der Linie 22 nach Hause. Dieser war so voll, dass die Türen an den Haltestellen gar nicht mehr richtig öffneten… Und so wurde aus der „notte“ eine „nasse“ Bianca 😉






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